Mentaler Schatz

Diesen Beitrag solltest du nur lesen, wenn du bereit bist, deine Ansicht von der Welt ernsthaft zu hinterfragen. Bereit? Also los…

Der Hund war völlig verzogen.

Ein „richtiges Mistvieh“!

Sie hatte ihn schon hundertmal zurechtgewiesen.

Doch es half alles nichts. „Hugo“ – so hieß der Problemhund– lernte einfach nicht. Das Einzige was blieb, war sich immer wieder aufzuregen und zu hoffen, dass es im Gehirn des Tiers irgendwann „klick“ macht.

Doch es passierte nicht. Die Stimmung wurde immer aggressiver. Der vormals geliebte Hund wurde immer mehr zum „Mistvieh“.

Die Linien zwischen Hugo uns seiner Besitzerin verhärteten sich. Freude wich Wut und Angst.

Wo sie vorher immer auf ihn wartete, zerrte sie nun an seiner Leine. Der Hund wurde unsicher und bissig. Ein „richtiges Mistvieh“ eben.

Was könnte deiner Meinung nach die Ursache gewesen sein? Warum war der Hund so blöd? Warum lernte er nicht?

Lass mich dir noch eine Information geben, die du bis jetzt nicht hattest:

Da die Dame gehobeneren Alters ihren Hund nicht öffentlich – in ihrer Nachbarschaft – zurechtweisen wollte, hielt sie sich während des Fehlverhaltens von Hugo mit dem Tadel zurück. Bis sie zuhause waren.

Manchmal bestrafte sie Hugo dann dort. So stand sie ihren Nachbarn und Nachbarinnen nicht als unbarmherzig da. „So ist es für alle besser.“ Oder sie war den halben Tag sauer auf Hugo. Freude hatte sie an ihm nicht mehr. Und er sicher auch nicht mehr an ihr.

Und alles, weil er einfach zu blöd ist, um zu verstehen!

Wobei …

In seinen Büchern stellt Professor Ericson von der Florida State University heraus, wobei es beim Lernen wirklich ankommt [1,2,3].

Ein entscheidender Punkt, um überhaupt zu lernen ist direktes Feedback auf eine Handlung.

Und genau das ist der Punkt: Hund Hugo war nicht dumm. Nur hat er nie direktes Feedback bekommen. Er konnte seine Fehler nicht mit der Bestrafung in Zusammenhang bringen.

Wenn du ein bisschen bist, wie ich, dann wirst du dieses Konzept auf dich übertragen können:

Bist du auch manchmal unzufrieden mit dem Verhalten Anderer und daraufhin genervt, weil sie einfach nicht blicken, dass ihr Verhalten – so wie das von Hund Hugo – falsch ist?

All diese Leute, die nur sich selbst im Kopf haben, ihrem Müll auf die Straße werfen, die Umwelt ignorieren … , sich vordrängeln … so viel Respektlosigkeit!

Doch ich will dir etwas sagen: So nervig es scheint, ….

Wir – du und ich – können das ändern, ohne gleich Präsident werden zu müssen.

Ja, wirklich!

Denn dir fallen Missstände auf, die anderen (das sind die „Nervensägen“… die Hugos dieser Welt) nicht auffallen. Und das heißt im Umkehrschluss, dass du einfach sensibler bist, als viele andere.

Diese Nachricht ist erstmal unangenehm. Denn sie bedeutet, dass du und ich uns eingestehen müssen, dass wir die nicht-so-Sensiblen nicht einfach als respektlos und damit blöd abstempeln dürfen.

Und die Nachricht ist angenehm. Denn sie bescheinigt dir die wertvolle Fähigkeit, mehr zu erkennen als andere. Wenn du es schaffst die „Nervigen“ und „Respektlosen“ als normale Menschen zu sehen, die nicht wahrnehmen KÖNNEN, was dich stört, dann eröffnet sich eine neue Welt:

Denn dann kannst du anfangen, dich und deine guten Ideen in die Welt hinauszubringen und sie gegen die vielen nervigen Gegebenheiten im System zu behaupten.

Du weißt, wie es besser wäre!

Und du kannst etwas tun: Gib der Welt – so wie es Professor Ericson empfiehlt – direktes Feedback! Sage Menschen, was du falsch findest. Sage nein zu all dem, was du nur akzeptierst, weil es „eben so ist“!

Was dem im Wege steht? Sorgen, Ängste, Unsicherheit.

Kennst du das? Du hast eine tolle Idee. Doch schon im nächsten Moment kommen Zweifel, was alles nicht funktionieren könnte… welche aktuellen Probleme dich von deinen Zielen abhalten. Du weißt um dieses Problem.

Wenn ich dich nicht völlig falsch einschätze, hast du dich zu einem großen Teil selbst durchschaut. Und eventuell fragst du dich, warum du ein Coaching/Mentoring in Anspruch nehmen solltest, wenn du doch alles über dich weißt.

Dann lass mich dir eine Frage stellen: Wie viele deiner wunderbaren Ideen fürs Leben hast du im letzten Jahr umgesetzt?

Wenn du endlich anfangen willst, deinen sensibilitäts-geformten mentalen Schatz in diese Welt zu pflanzen, dann wissen wir genau, wie wir dir diesen Weg frei machen.

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Hör nicht auf zu träumen, – dein Hannes

[1] Ericsson, Karl Anders (Hg.) (2006): The Cambridge handbook of expertise and expert performance. 1. publ. New York, NY: Cambridge Univ. Press. Online verfügbar unter http://www.loc.gov/catdir/enhancements/fy0633/2006002825-d.html.

[2] Ericsson, Karl Anders; Pool, Robert (2016): Peak. Secrets from the new science of expertise. Boston, New York: Houghton Mifflin Harcourt.

[3] Sternberg, Robert J.; Grigorenko, Elena L. (Hg.) (2003): The psychology of abilities, competencies, and expertise. 1. publ. Cambridge, New York, NY, Port Melbourne: Cambridge University Press. Online verfügbar unter http://www.loc.gov/catdir/samples/cam033/2002034809.html