Harmoniebedürftig

Ich will mich einmischen, ich will aufbegehren!

Mich nervt diese ständige Respektlosigkeit!

Immer wieder – im großen, wie im Kleinen!

Was ist passiert?

Ich sitze mal wieder auf einer Bank in der Sonne und arbeite. Neben der Bank auf ich sitze, steht eine weitere.

Dort sitzt ein älterer Herr.

Da kommt ein Paar vorbei.

Der männliche Part fragt den älteren Herren: „Ist es Ihnen recht, wenn wir uns neben sie setzen?“

Der ältere Herr erwidert peinlich berührt: „Ehrlich gesagt ist es schon etwas eng … wegen der Ansteckung …“

„Na! Das bekommen wir schon hin!“ schließt der Ankommende und setzt sich mit seiner Partnerin hin.

Kate Moss hätte Probleme gehabt, in die Lücke zwischen dem älteren Herrn und dem Paar zu passen. Und irgendetwas in dem älteren Herrn regt sich. Er bleibt noch 3 Minuten sitzen, steht dann auf und sagt noch mit freundlichem Lächeln „Tschüss, einen schönen Tag.“

Kaum hat er sich (in meine Richtung) weggedreht verdüstert sich seine Miene und er geht seines Weges.

Wie hättest du dich an seiner Stelle verhalten?

Hätte es sich für dich gelohnt, aufzubegehren?

Nicht in jeder Situation muss man ein Fass aufmachen?

Ist schon ok?

Ein andermal?

NEIN!

Ich sage: Nicht ein andermal!

Denn jedes Mal, dass deine Harmoniebedürftigkeit gegen Selbstbehauptung gewinnt, werden bei dir die gleichen neuronalen Muster gestärkt [1,2]. Und wenn es dann wirklich darauf ankommt, – du für dich einstehen willst – reagierst du automatisch: harmoniebedürftig.

Ich habe mich zu lange auf meiner Harmoniebedürftigkeit ausgeruht.

Ich habe gedacht, das sei wichtig für eine friedliche Welt, … ein gutes Zusammenleben. Ich wollte nicht werden wie all die unsensiblen Schwätzer und Schaumschläger, die Führungspositionen besetzen, obwohl sie eigentlich wenig anderes können als Selbstdarstellung und Ellenbogen.

Sind das nicht die Leute, wegen denen wir immer mehr Probleme auf der Welt haben!?

Doch lass dir eins gesagt sein:

Du wirst niemals so werden! Du balancierst dich nur so, dass du die Chance bekommst, deine Fähigkeiten auszuspielen.

Das Einzige, was passiert, wenn du dich (respektvoll) selbst behauptest? Du bringst dich an Orte und Positionen, in denen du es besser machen kannst. Du fängst an, wirklich etwas an den Missständen zu ändern. Zuerst verwandelt sich dein Leben – dann das um dich herum.

Was bringt ein Supercomputer, der nicht an den Strom angeschlossen wird? Er kommt nicht mal gegen einen alten Taschenrechner an, der mit voller Power läuft!

Was also tun?

Nimm die Klemme vom abgequetschten Kabel, das dich versorgt und wähle dafür den schnellsten Weg: Schließ deine Fähigkeiten ans Netz an, – komm ins Physiast Selbstbehauptungs-Mentoring.

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Hör nicht auf zu träumen, – dein Hannes

[1] Dinse, Hubert R. (2021): Neuroplasticity in Humans. In: Marc L. Zeise (Hg.): Neuroscience for Psychologists. Cham: Springer International Publishing, S. 193–230.

[2] Verplanken, Bas (Hg.) (2018): The psychology of habit. Theory, mechanisms, change, and contexts. Cham, Switzerland: Springer