Wohlstand und Aufgeschlossenheit

Deutschland ist reich.

Noch.

Warum so pessimistisch?!

David Landes stellt in „Wohlstand und Armut der Nationen“ scharfsinnig drei Schlüsselfaktoren für dauerhaften Wohlstand heraus.

Nationen, die nicht nur wohlhabend sind, sondern auch bleiben, sind im allgemeinen

  1. aufgeschlossen,
  2. lernwillig und
  3. innovativ [1].

Genauso ist es bei Unternehmen.

Sehr ähnlich bei dir und mir.

Warum der Wille, zu lernen und Innovation entscheidend sind, wird jedem klar sein.

Doch was ist mit Aufgeschlossenheit?

Findest du dich aufgeschlossen?

Es ist Winter.

Ich stehe in der Sonne am Wasser.

Ein Vater versucht sein Kind mehrmals dazu Zu bewegen, eine große Eisscholle anzugucken.

Als der kleine Junge endlich begeistert die Eisscholle in Augenschein nimmt, stellt er fest:

„Wenn es viel mehr Eisschollen geben würde, könnten hier Pinguine und Eisbären leben.“

Unwahrscheinlich?

Ja.

Aber eine gute Idee!

Der Vater verdreht nur seine Augen.

Das ist das Gegenteil von Aufgeschlossenheit:

Dinge, Meinungen und Ideen, die nicht der eigenen Vorstellungswelt entsprechen, pauschal verwerfen.

All diese Streits über das Impfen, Veganismus, Umweltschutz, Gendern,… könnten gute Diskussionen sein.

Selbst, wenn das Andere nicht 100%ig stimmen kann – es wird nicht so schnell Pinguine auf der Spree geben! – ist es das Andere wert, gehört, gesehen & gefühlt zu werden.

Denn im Unbekannten, Fremden & Anderen stecken die Ideen, die jeden einzelnen, Unternehmen und Nationen in den Wohlstand führen können.

„Was an der gegensätzlichen Meinung könnte meine Sichtweise bereichern?“

„Was könnte an der fremden Herangehensweise meine Ergebnisse verbessern?

Fragen wir uns das gewohnheitsmäßig, bauen wir keine Mauern, sondern sehen Chancen.

Und die wünsche ich dir für dein 2022.

Hör nicht auf, zu träumen – dein Hannes

Referenzen

[1] Landes, David S. (2000): Wohlstand und Armut der Nationen. Warum die einen reich und die anderen arm sind. 3. Aufl. Berlin: Siedler