E-F-G Über peinliche Gedanken, Wohlstand und eine stabile Psyche

Die Erkenntnis

Reichtum anzuhäufen, ohne etwas Sinnvolles mit dem Geld zu tun oder wenigstens vorzuhaben, ist Schwachsinn. Und wer jetzt sagt, dass er mit mehr Geld in der Tasche ein besseres Gefühl hat, liegt sicher falsch.

Das gute Gefühl muss mit Geld da sein. Und es muss ohne Geld da sein.

Es ist das nicht, fühlst du dich auch mit viel Geld unsicher.

Denn du hast Angst es wieder zu verlieren.

Oder du hast Angst einen Lebensstandard wieder senken zu müssen.

Doch wenn du mental gut aufgestellt bist, kommst du mit und ohne Geld richtig gut klar.

Ich hatte eine ganze Weile richtig wenig Geld. Auch wenn das jetzt nicht mehr so ist, bin ich sehr dankbar für die mentale Stärke, die ich aus dieser Situation gewonnen habe.

Die Frage ist jetzt, ob die Entwicklung meiner mentalen Stärke es erst ermöglicht hat, mehr Wohlstand in mein Leben zu bringen. Und hat die vorher fehlende mentale Stärke dazu geführt, dass ich es wirtschaftlich zu nichts gebracht hatte?

Forscher bestätigen das im renommierten Wissenschafts-Magazin Science. Sie schließen:

Psychische Ausgeglichenheit ist sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern eine wesentliche Voraussetzung für ein wirtschaftlich produktives Leben. [1]

Die Frage

Psychische Ausgeglichenheit hat sehr viel mit deinem Körper (Warum? –> Interoception!) und deiner emotionalen Kompetenz zu tun.

Die meisten denken, dass psychische Ausgeglichenheit bedeutet, ständig Freude und Glück zu empfinden. Diese Lüge wird gern von Medien und Life-Coaches verbreitet. Doch das ist genauso falsch wie zu denken, in einem erfolgreichen Leben müsse man permanent wach sein.

Vielmehr geht es darum, jede Emotion (Auch Angst! Auch Trauer! Auch Wut!) zu nutzen, statt sie wegzudrücken.

Welche „negative“ Emotion drückst du am liebsten weg?

Die Gewohnheit 

Ich habe mir irgendwann zur Gewohnheit gemacht, mein Journal mit den peinlichsten Dingen über mich zu füttern. Dinge, für die ich mich geschämt habe.

Warum?

  1. Weil ich so sehr viel über mich lernen konnte (echte Selbstreflexion!)
  2. Weil ich diesen Peinlichkeiten damit die Peinlichkeit nehme. Sie bestimmen mich nicht mehr.
  3. Weil ich damit Verständnis für die (emotionalen) Schwächen, die in jedem Menschen stecken, bekomme. Gleichzeitig werde ich immer ein bisschen besser darin, in dieser komplexen Welt zu navigieren.

Das lohnt sich! Wenn du lernen willst, wie du negative Emotionen in Stärken verwandeln kannst und damit echte innere Freiheit gewinnst, dann komm zu uns ins Physiologie-basierte Entscheidungstraining (PBET).

Hör nicht auf, zu träumen! – Hannes

Referenzen

[1] Ridley et. Al (2020): Poverty, depression, and anxiety: Causal evidence and mechanisms. In: Science 11: Vol. 370, Issue 6522. DOI: https://doi.org/10.1126/sciadv.aba9624