Über Lachende Affen (E-F-G)

Sie lachen.

Stecken die Köpfe zusammen; schielen in meine Richtung.

Dabei fing alles so gut an:

Ich sitze an der Spree und erarbeite letzte konkrete Inhalte für unseren ersten Online-Kurs zum Thema Darm.

Mhhh… Meine nackten Fußsohlen sind ganz aufgeladen vom warmen Stein, auf dem ich mich niedergelassen habe. Ich komme mit meiner Arbeit gut voran und genieße das zarte Plätschern der Wellen, nachdem ein Boot mein Uferstückchen passiert hat – herrlich!

Doch dann setzen sich die beiden in meine Nähe:

Ein seeeeeehhhhr cooler Ray-Ban-Träger und seine seeeeeehhhhr hippe Girlie-Begleitung setzen sich ein Stück von mir entfernt hin und hören ihre seeeeeehhhhr individuelle Chart-Musik.

Sie schauen mehrmals zu mir herüber.

Ich bin lässig angezogen und auf meinem Kopf sitzt eine Baseball-Cap, die mir nicht besonders gut steht. Die Sonne brennt, ich finde die Baseball-Cap nötig, habe aber keine gute Kopfform für Hüte. Oder keine guten Hut für meine Kopfform.

Wie auch immer … Ich könnte besser aussehen.

Als ich das nächste Mal rüber schaue, lachen sie, während sie zu mir schielen. Als sie mein Blick bemerken, schauen sie schnell weg.

Sie lachen über mich.

Dabei hatte der Tag so gut angefangen.

Und jetzt verrate ich dir, warum er auch fantastisch weiterging, obwohl ich ausgelacht wurde: Es ist mir mittlerweile völlig egal, wenn andere über mich lachen. Ich finde es sogar oft amüsant!

Zwar bin ich an „schlechten“ Tagen noch manchmal kurz irritiert. Aber dann drängt echtes Selbstbewusstsein an die Oberfläche.

Ich beschließe also, der Situation das letzte Stück Unsicherheit zu entziehen, indem ich mir diese beiden Exemplare von Mitmenschen aus der Nähe anschaue. Ich tue nicht mehr oder weniger, als hinüberzugehen, und nach der Uhrzeit zu fragen.

Das reicht, um zu erkennen, wie normal seeeeeehhhhr coole und seeeeeehhhhr hippe Menschen aus der Nähe sind.

Sie sind mindestens genauso unsicher, wie alle anderen. Nur auf Ihre Weise. Mach dir zur Gewohnheit, darauf zu achten, wie affig Menschen sind, die genauso sind wie du, aber sich maximal aufplustern, um nicht so zu wirken.

Das amüsiert mich. Ich lächle und mache ich mich auf, diesen fantastischen Tag weiter zu genießen.

Ich denke: Echtes Selbstbewusstsein hast du, wenn du in dich hineinschmunzelst, wenn andere über dich lachen. Die Wissenschaft denkt: „Sowohl das Selbstwertgefühl als auch die Selbstkonzepte haben eindeutig sowohl kognitive als auch emotionale Elemente“[1]. Und wenn du mir schon länger folgst, weißt du: Emotionen sind u.a. das direkte Produkt aus deinen körperlichen Empfindungen.

Echtes Selbstbewusstsein beginnt also in deinem Körper. Und mit physiologie-basiertem Entscheidungstraining (PBET) erfährst du automatisch – als Bonus – alles darüber, wie du echtes und tiefes Selbstbewusstsein generierst.

Entscheide dich für das, wofür du stehst. Entscheide dich für wahre Freiheit! Wäre es toll, sich weniger um das zu kümmern, was andere von dir Denken? Wenn ja: Heute führt der Link zum PBET nicht ins Leere. Hör nicht auf, zu träumen! – Hannes

Referenzen

[1] Swann, William B.; Chang-Schneider, Christine; Larsen McClarty, Katie (2007): Do people’s self-views matter? Self-concept and self-esteem in everyday life. In: American Psychologist 62 (2), S. 84–94. DOI: 10.1037/0003-066X.62.2.84 .
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