E-F-G Über Dauer-Stress und rutschige Treppen

Die Treppe ist aus kantigem Stein. Steil.

In völliger Entspannung – unter dem linken Arm die Yogamatte – tapse ich sie hinauf.

Mein Körper fühlt sich müde, aber wunderbar an.

Unter dem rechten Arm klemmt der ausgeleerte Kompost-Eimer, während ich mit meinen Händen versuche, meine Wasserflasche und den Kellerschlüssel in Einklang zu bringen.

Fast habe ich die schmale Biegung der kalten Treppe geschafft, rutscht mein Fuß an der spitzen Stufe ab.

Ich schaffe es mit Matte, Eimer, Flasche und Schlüssel nicht, eine Hand freizubekommen …

Ich stelle auch noch meinen zweiten Fuß schlecht …

Auch er rutscht …

Und dann passiert es:

Nichts.

Ich fange mich und gehe nach einem kurzen Schreck entspannt die letzten Stufen.

Ganz anders:

Wann immer ich zurückdenke, habe ich mich verletzt oder bin gestürzt, wenn ich gerade im Stress war. Immer dann habe ich die größten Fehler gemacht.

Wie ist das bei dir? Wann passieren dir die größten Missgeschicke?

Unschöne Fehler?

Entspannt oder im Stress?

Tja … und deswegen gehe ich heute noch einen Schritt weiter und sage:

Entspannt sind wir besser.

Klar: Stress brauchen wir, um leistungsfähig zu sein. Deswegen bin ich abgerutscht. Ich war nicht aufmerksam genug.

Doch aus der Entspannung kommend fängst du dich schnell wieder. Körper und Geist lassen sich – wenn nötig – in Sekundenbruchteilen in den Leistungsmodus versetzen.

Im Dauerstress dagegen gibt es nur Pseudo-Steigerungen:

Hektik. Leichtsinn. Aktionismus.

Nützt alles nicht viel 😉

Wenn du also heil (ohne innere Leere, Burn-out oder körperliche Probleme) an deinem Ziel ankommen willst:

„Entspann dich!“

Denn dann hast du immer mal Kurzzeit-Stress zwischen deinen Entspannungsphasen. Und der führt zu besserer geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit, – ist produktivitätssteigernd [u.a. 1,2]. Top!

Langzeit-Stress dagegen bringt nichts und macht krank [u.a. 3,4,5]. Blöd!

Doch Moment:

„Entspann dich!“ ist einfach so dahingesagt. Wie soll das gehen?!

Du versuchst es doch, richtig!?

Naja, … dann ist dir wohl noch etwas unbewusst, was deiner Entspannung im Wege steht.

Und mit Unbewusstem kennen wir uns aus.

Finde deshalb mit der Unterbewusstseins-Analyse® gern deinen persönlichen Weg in die Entspannung.

Hör nicht auf zu träumen, – dein Hannes

[1] Kaufer, D.; Friedman, A.; Seidman, S.; Soreq, H. (1998): Acute stress facilitates long-lasting changes in cholinergic gene expression. In: Nature 393 (6683), S. 373–377. DOI: 10.1038/30741

[2] Dhabhar, F. S.; McEwen, B. S. (1997): Acute stress enhances while chronic stress suppresses cell-mediated immunity in vivo: a potential role for leukocyte trafficking. In: Brain, behavior, and immunity 11 (4), S. 286–306. DOI: 10.1006/brbi.1997.0508.

[3] Cohen, S.; Miller, G. E.; Rabin, B. S. (2001): Psychological stress and antibody response to immunization: a critical review of the human literature. In: Psychosomatic medicine 63 (1), S. 7–18. DOI: 10.1097/00006842-200101000-00002.

[4] Cohen, Sheldon; Janicki-Deverts, Denise; Doyle, William J.; Miller, Gregory E.; Frank, Ellen; Rabin, Bruce S.; Turner, Ronald B. (2012): Chronic stress, glucocorticoid receptor resistance, inflammation, and disease risk. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 109 (16), S. 5995–5999. DOI: 10.1073/pnas.1118355109.

[5] Epel, Elissa S.; Blackburn, Elizabeth H.; Lin, Jue; Dhabhar, Firdaus S.; Adler, Nancy E.; Morrow, Jason D.; Cawthon, Richard M. (2004): Accelerated telomere shortening in response to life stress. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 101 (49), S. 17312–17315. DOI: 10.1073/pnas.0407162101.