E-F-G Paulas Dilemma

Sie weiß es.

Sie weiß es ganz genau.

Trotzdem tut sie es nicht.

Sie tut es nicht nur nicht, – sie kann es nicht.

Paula würde gerne mehr für sich tun.

Doch sie hat keine Energie dafür. Ihr anspruchsvoller Beruf, Kind und Familie fordern sie. Manchmal ringt sie sich zu 20 Minuten Sport durch und dann …

… geht es ihr wunderbar!

Doch es reicht nicht, um sich wirklich wohlzufühlen.

Sie müsste mehr tun.

So ist sie nur angespannt, verspannt und hat das Gefühl, sie kommt bei all dem – ihrem Leben – zu kurz.

Ich fragte sie, was ihr die Energie geben könnte, um sich mehr als 20 Minuten etwas wirklich Gutes zu tun.

Sie sagte, sie müsste Sport machen, – denn danach geht es ihr immer so gut.

Für Energie braucht es Sport und für Sport braucht es Energie.

So kommt Paula nicht weiter und dir fällt sicher auf: Es ist ein Dilemma.

Und ich taufe es „Paulas Dilemma*“.

Allgemein gesprochen kennst du es sicher auch:

Umso mehr du für dich tust, umso mehr Energie hast du. Und mit dieser Energie kannst du wieder mehr zum Positiven verändern und so weiter …

Bist du aber am Limit, geht einfach nicht mehr, – startet überhaupt erst keine Aufwärtsspirale.

Wo kommt die Energie her, etwas zu tun – sich wirklich immer wieder zu „Selfcare“ durchzuringen, selbst wenn man müde und erschöpft ist?

Wichtig sind hier zwei Faktoren:

  1. die Fähigkeit, die Handlung auszuführen. Umso einfacher, umso besser.
  2. die Motivation [1].

Fakt ist: Es wird nicht einfacher.

Also bleibt: mehr Motivation.

Reicht deine Motivation, um immer zu tun, was du tun willst und den inneren Schweinehund regelmäßig zu überwinden?

Paulas Motivation reichte nicht.

Doch soll Paula nun zu Seminaren von Motivationstrainern gehen, damit sie mehr von dem, was ihr guttut, durchzieht?

Bitte nicht!

Motivation von außen ist meistens nur für einen gut: den Motivationstrainer und seine Zuschauerzahlen. Nach drei Tagen ist das Motivationshoch wieder weg. Alles geht von vorne los.

Die Motivation, die nachhaltig etwas bewirkt, kommt von innen [2]. Doch leider ist sie – läuft man am oder nahe am Limit – verborgen.

Wo?

Im Unterbewussten.

Und wie findet man diese Motivation, die zu mehr Energie und so zu einer Aufwärtsspirale führt. in einem Alltag voller Verpflichtungen und To-do’s?

Wie löst man also Paulas Dilemma?

Einfach: Mit der Unterbewusstseins-Analyse.

Hör nicht auf zu träumen, – dein Hannes

*Ich bestehe auf die Namensgebung, bis mir jemand einen bestehenden Fachbegriff für das Phänomen nennen kann (und dafür wäre ich dankbar).

[1] Fogg, B. J. (2009): A behavior model for persuasive design. In: Samir Chatterjee und Parvati Dev (Hg.): Proceedings of the 4th International Conference on Persuasive Technology – Persuasive ’09. the 4th International Conference. Claremont, California, 26.04.2009 – 29.04.2009. New York, New York, USA: ACM Press, S. 1.

[2] Sansone, C.; Harackiewicz, J. M. (2000): Intrinsic and Extrinsic Motivation: The Search for Optimal Motivation and Performance: Elsevier Science. Online verfügbar unter https://books.google.de/books?id=uM10geBB8o4C.