E-F-G Liebe deine Komfortzone

„Tu es nicht!“

„Willst du nicht lieber noch warten?“

„Die Inflation!“

„Die Konjunktur!“

„Es schadet doch nicht, wenn du auf der sicheren Seite bist!“

Was war los?

Ich hatte etwas vor.

Gerade hatte ich erzählt, dass ich in den nächsten Tagen meinen Job kündigen würde, um mich nur noch Physiast zu widmen.

„Es schadet doch nicht, wenn du auf der sicheren Seite bist!“?

Waren das nun die nervigen Kommentare der Nein-Sager und Angsthasen, die ich sie gar nicht gebrauchen konnte?

Wäre ich ein Chacka-Chacka-Coach …

Ja, ich hätte einen auf genervt getan und wiederholt, wie wichtig es ist, die Komfortzone zu verlassen.

Aber ich bin kein Chacka-Chacka-Coach.

Ich bin jemand, der daran glaubt, dass du für Wagnisse deine Komfortzone nicht öfter verlassen brauchst.

Denn ich bin sicher:

Die meisten haben keine Kapazität für Wagnisse, gerade weil sie zu oft ihre Komfortzone verlassen.

Wie ist das bei dir?

Wünschst du dir manchmal, mutiger zu sein? Noch mal ein Herzensprojekt zu wagen?

Vielleicht glaubst du, du kannst nichts groß wagen, weil du dich schon jetzt an der Belastungsregnze fühlst?

Doch selbst wenn dein Leben für Wagnisse gefühlt zu voll ist, habe ich eine gute Nachricht für deine Ambitionen:

Menschen, die erfolgreich Wagnisse eingehen, sind nicht unbedingt mutiger als du.

Auch sie haben einen Job, Parter und Kinder.

Sie riskieren nicht alles, – setzen nicht ihre ganze Kraft auf eine Karte.

Sie verteilen Risiko und Kraft nur anders.

Der Trick?

Sie gehen das Risiko sehr gezielt ein und behalten Sicherheiten [1,2,3].

Dazu ein Blick auf Bill Gates:

Microsoft war ein großes Wagnis.

Doch der schlaue Kerl lies nicht einfach alles um sich herum auseinanderfallen, um sich der Traum-Firma zu widmen.

Gates sorge stattdessen dafür, keine zusätzlichen Risiken einzugehen, die ihn destabilisieren könnten.

Man könnte sagen, er baute sein komplettes Leben (bis auf Microsoft) zu einer einzigen Komfortzone um.

So schaffte Gates sich eine sichere Basis, die ihm Kraft gab und im Notfall auffangen würde, sollte sein Traum-Projekt schieflaufen.

Er behielt nach der Gründung von Microsoft seinen Platz an der Uni und wurde von seinen Eltern finanziell unterstützt [1].

Das ist laut einer Studie unter 5000 Unternehmern oft sehr sinnvoll. Denn die Chance, ein profitables Unternehmen aufzubauen war bei denen, die weniger Risiken eingingen und ihren Job/Studienplatz vorerst behielten, 33% höher als bei den „Draufgängern“. [4]

Und ich?

Ganz in diesem Stil:

Nur weil auch ich eine starke Basis hatte, konnte ich all die „Tu-es-nicht-Kommentare“ aufnehmen, dankbar für die Sorge um mich sein und letztendlich trotzdem kündigen.

Meine Basis war nicht finanziell – sie war emotional.

Denn am Ende einer persönlichen Risiko-Minimierung steht die Erkenntnis: Selbst wenn ich scheitere, habe ich alles, was ich brauche.

Diese innere Ruhe und Gelassenheit ist Selbstvertrauen.

Und jedes Selbstvertrauen, jede Komfortzone, jeder Mensch ist – genau wie du – ein Unikat.

Deine Komfortzone zu finden, ihr und damit dir zu vertrauen, setzt voraus, dass du genau weißt, wer du körperlich, emotional und mental bist.

Das zu schaffen klingt in einem Alltag an der Belastungsgrenze schwer …

Ist es aber nicht.

Mit der Unterbewusstseins-Analyse®.

Hör nicht auf zu träumen, – dein Hannes

[1] Rick Smith, The Leap: How 3 Simple Changes Can Propel Your Career from Good to Great, New York 2009.

[2] Pierre Omidyar: Adam Cohen, The Perfect Store: Inside eBay, New York 2008.

[3] Claire O’Connor, »Top Five Startup Tips from Spanx Billionaire Sara Blakely«, Forbes, 2. April 2012 www.forbes.com/sites/clareoconnor/2012/04/02/top-five-startup-tips-from-spanx-billionaire-sara-blakely/

[4] Joseph Raffiee und Jie Feng, »Should I Quit My Day Job? A Hybrid Path to Entrepreneurship«, Academy of Management Journal 57 (2014), S. 936-963.