Immer das Gleiche

Wow!

„Sie macht immer das Gleiche und verdient Millionen!“

Ich sitze mit einer belesenen, intelligenten und sehr angenehmen Frau im Vorgespräch zum physiologie-basierten Entscheidungs-Training (PBET).

Wir unterhalten uns über verschiedene Ansätze, den Körper zu verstehen, über Fähigkeiten, Fortbildungen und das Geschäft.

Wie es ihre Bekannte schafft Millionen zu verdienen, obwohl sie immer das Gleiche macht?

Darum geht es im Gespräch nicht mehr.

Wir vereinbaren eine Zusammenarbeit und gehen an diesem kühlen Tag jeder unseres Weges.

Doch der Satz will mir nicht mehr aus dem Kopf… „Sie macht immer das Gleiche und verdient Millionen!“

Zuhause – im Warmen angekommen – schreibe ich den Satz auf ein Whiteboard.

Das ist eine Gewohnheit, die dir mit der Zeit dein Genie offenbart.

Wenn dir etwas hartnäckig im Kopf hängen bleibt, aber du damit noch nichts anzufangen weißt, scheib es trotzdem auf.

Es verschwindet aus deinem Bewusstsein doch dein Unterbewusstsein arbeitet weiter. Irgendwann stößt du wieder auf deine Notiz und hast plötzlich eine Idee dazu.

Das ist bei mir gerade so gewesen.

Ich habe den Satz „Sie macht immer das Gleiche und verdient Millionen!“ wieder gesehen und wusste, was mir unterbewusst klar geworden ist:

Er gehört zu einem meiner Lieblingsthemen im PBET: „Priduktion“ (Priorisierung und entsprechende Reduktion).

Denn…

Was für den einen oder Anderen wie „immer das Gleiche“ wirkt, kann man auch anders bezeichnen:

Fokus.

„Sie macht immer das Gleiche und verdient [trotzdem] Millionen!“ wird zu… „Sie ist fokussiert und verdient [gerade deswegen] Millionen.“

Das Spannende daran:

Dauerhaft fokussiert zu bleiben ist nicht so einfach, wie es klingt. Fokus kannst du nicht einfach einmal festlegen.

Du musst ihn über lange Zeit halten.

Viele kennen das mit guten Vorsätzen: Voller Tatendrang gefasst, sind sie vier Wochen später vergessen.

Das liegt oft daran, dass du dich auf etwas fokussieren wolltest, was dich nicht wirklich begeistert hat.

Klar! – sicher:

Du findest interessant oder wichtig, was du versucht hast. Aber Interesse und Pflichtbewusstsein sind keine echte Begeisterung.

Und die braucht es.

Ich hatte lange das Gefühl, dass mich alles Mögliche „begeistert“.

Was ich aber mit echter Begeisterung meine, ist Interesse kombiniert mit Hingabe. Also langfristiges Engagement.

Im Gegensatz zu Interesse und Pflichtbewusstsein ist Hingabe bzw. Engagement „der Wille, viel Zeit und Energie in etwas zu stecken, weil es wichtig ist [1]“.

Interesse oder Pflichtbewusstsein kauft ein Buch. Echte Begeisterung liest es noch ein zweites Mal.

Interesse oder Pflichtbewusstsein nimmt sich täglich eine Stunde für das Projekt. Echte Begeisterung schaufelt sich Zeit frei, wo es nur geht.

Interesse oder Pflichtbewusstsein lässt dich deinen Vorsatz nach ein paar Wochen Stress vergessen. Echte Begeisterung bringt dich immer wieder zu ihm zurück.

Was überwiegt bei dir: Interesse, Pflichtbewusstsein oder echte Begeisterung?

Trotz Jahren von erhaltenem Coaching, Fortbildungen und „Persönlichkeitsentwicklung“ kann ich erst seit einiger Zeit von mir behaupten, klar sagen zu können, was mich wirklich begeistert.

Die Folgen von vielen Interessen ohne wahre Begeisterung, also meiner fehlenden Priorisierung, „bade“ ich immer noch aus.

Mach es anders. Warte nicht zu lang.

Denn Interesse beschäftigt; doch echte Begeisterung erfüllt!

Glücklicherweise habe ich meinen Prozess dokumentiert, systematisiert und (im Kundenkontakt) immer weiter verbessert, so dass es für dich viel einfacher ist, als es für mich war, Begeisterung auf deinem Weg zu finden.

Das ist dann der Weg, auf dem Erfolg leicht wird.

Finde, was dich begeistert. Komm ins PBET!

Hör nicht auf, zu träumen – Dein Hannes

Referenzen

[1] https://dictionary.cambridge.org/dictionary/english/dedication (zuletzt abgerufen am 15.10.2021 um 17:05)