E-F-G Fühlen in schwarz-weiß

Die Erkenntnis

Als Jugendlicher habe ich oft mit einem guten Freund zusammen „Star Wars“ auf der Playstation 2 gespielt. Es gab schon längst neuere Spiele-Konsolen, aber dafür hatten wir einfach kein Geld. Es mussten ja schon Computer und Computerspiele finanziert werden 😉 .

Nach der Playstation 2 haben wir dann irgendwann eine modernere Xbox 360 aufgetrieben. Wir hatten schon einige Zeit Stress und Spaß damit gehabt, als mal wieder die Lust aufkam, das gute alte „Star Wars“ zu spielen.

Voller Vorfreude machten wir einen Abend aus, an dem wir uns ganz unserem alten Lieblingsspiel widmen wollten. Für Getränke und Snacks war gesorgt, alles schien perfekt.

Doch dann starteten wir das Spiel. Es war ein einziger Pixel-Matsch!

So sehr wir das Spiel mochten, so sehr hat uns die höhere Auflösung und bessere Grafik der neueren Konsole „verdorben“. Man konnte beim alten „Star Wars“ kaum etwas erkennen und wir wechselten schnell wieder zu den neueren Spielen.

Warum erzähle ich das? Weil ich mich öfter an diese kleine Geschichte erinnere, wenn ich Erwachsenen etwas über Interozeption (= die Wahrnehmung des Zustands deines Körpers) beibringe.

„Wenn das Sehen wie ein hochauflösendes Fernsehen ist, „dann ist unsere Wahrnehmung der Interozeption wie ein Schwarz-Weiß-Fernseher aus den 1950er-Jahren mit schlechtem Empfang bei einem Regenschauer.““ [1].

Es ist zunächst anstrengend, in „Schwarz-Weiß zu fühlen“. Wir wollen schnell wieder zu harten Fakten oder dem Tracking unserer Körperfunktionen zurück, rein ins Denken. Fühlen ist erstmal Arbeit.

Aber es lohnt sich!

Interozeption scheint der Schlüssel zu körperlichem und emotionalem Wohlbefinden zu sein [1].

Und die Auflösung wird – wie bei Fernsehern und Spielekonsolen – auch bei der Interozeption immer besser. Du hast es in der Hand.

Die Frage

Der Schlüssel bei der Interozeption ist es, Reize aus dem Körper (rein körperlich oder emotional) bewusst wahrzunehmen, richtig einzuschätzen und angemessen darauf zu reagieren.

Wie gut klappt das bei dir?

Stell dir vor, du könntest mit deinem Körper und deinen Emotionen jonglieren. Wie viel wohler würdest du dich fühlen? Wie viel leistungsfähiger wärst du?

Die Gewohnheit 

Interozeptions-Arbeit ist ein extrem gutes Investment. Anfangs ist es schwer und kaum jemand weiß, wie man damit anfangen sollte. Der Körper, die Emotionen und Gefühle: Alles so komplex!

Aber es ist nicht schwer, wenn du erstmal weißt wie.

Und wir können es dir zeigen. Für mehr Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden bei weniger Stress, Ängsten und Sorgen. Täglich überzeugendere Entscheidungen gibt es als Bonus obendrauf, wenn du zu uns ins Physiologie-basierte Entscheidungstraining (PBET) kommst.

Hör nicht auf, zu träumen! – Hannes

Referenzen

[1] Underwood, Emily (2021): A sense of self. In: Science 11: Vol. 372, Issue 6547, pp. 1142-1145
DOI: 10.1126/science.372.6547.1142

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