E-F-G Fliegen Verscheuchen

Ich sitze am Wasser.

Dieses Glitzern, – diese blinkenden Funken!

Ich könnte mich so richtig entspannen, – wäre da nicht ein Problem:

eine Fliege.

Bessergesagt ein junger Mann und eine Fliege.

Er liegt in meiner Nähe in der Sonne.

Und er schlägt nach der Fliege, die sich ständig auf ihn setzt.

Er schlägt immer und immer wieder.

Das wabernde Wasser, die weichen Lichtreflexe auf den Blättern …

All das ist wunderbar beruhigend.

Doch der Mann und seine hektischen Schlagbewegungen brechen die Atmosphäre.

Ich hatte Glück, keine Fliege wollte auf meiner Haut sitzen.

Ich will deswegen an dieser Stelle nichts verurteilen.

Ich will daraus nur lernen.

Denn der Mann hatte keine schöne Stunde an diesem schönen Ort.

Und das alles nur wegen der Fliegen. Und einer blöden Angewohnheit von uns Menschen:

Wir lieben es, kleine Probleme zu lösen.

Warum?

Unter anderem, weil es uns durch den erwarteten (schnellen) Erfolg einen Dopamin-Kick beschert [1].

Und natürlich, weil sie uns sonst kirre machen!

Aber weißt du, was dich auf Dauer noch viel mehr kirre macht?

Wenn du, – weil du so viele kleine Probleme löst, – nicht mehr schaffst, was dich so richtig zufrieden machen würde.

Oder wenn du, – weil du so viele kleine Probleme löst, – nicht mehr schaffst, was dir ein körperliches Wohlbefinden und Gesundheit garantiert.

Es gibt so viele Menschen, die im metaphorischen Sinne immer wieder nach Fliegen schlagen. 

Und es gibt die, die sehr viel Energie sparen, weil sie gelernt haben, sich mit der Fliege auf der Haut zu entspannen und ihre Zeit zu nutzen, um die Sonne wirklich zu genießen.

Übertragen heißt das:

Lass die Spülmaschine noch einen Tag länger unausgeräumt.

Arbeite nicht dein gesamtes Postfach bis zur „Inbox Zero“ leer.

Gib lieber deinem Partner einen langen Kuss!

Oder ruf endlich diesen Typen an, der dir den größten Auftrag seit Langem vermitteln könnte!

Wozu gehörst du?

Löst du unendlich viele kleine Probleme oder gibst du der Begeisterung eine Chance?

Schlägst du noch nach Fliegen oder lebst du schon?

Wenn du oft gehetzt und ständig angespannt bist oder nicht den Erfolg hast, den du dir wünscht, gehörst du wahrscheinlich zu den Fliegen-Verscheuchern.

Doch wie hörst du auf, nach Fliegen zu schlagen? Wie fängst du an, die Sonne zu genießen, um danach Kraft für Bedeutsames zu haben?

Mit unserm Coaching auf Basis der Unterbewusstseins-Analyse machst du es möglich.

Hör nicht auf zu träumen, – dein Hannes

[1] Volkow, Nora D.; Wise, Roy A.; Baler, Ruben (2017): The dopamine motive system: implications for drug and food addiction. In: Nature reviews. Neuroscience 18 (12), S. 741–752. DOI: 10.1038/nrn.2017.130.