E-F-G Begrenzt aber Heiß

Links, rechts, mir gegenüber.

Ich sitze eingerahmt von Menschen, die ich nicht kenne.

Doch eins ist sicher:

Sie sind wahnsinnig hip.

Und ich wahnsinnig beeindruckt.  

Allein die Location:

Blick auf die Spree, das Holz der Tische, die Kellner, der Vibe …

Und meine Sitznachbarn erst! Gründer, Innovatoren, Avantgarde!

Und selbst wenn nicht: auf jeden Fall werden sie es mal – diese superhippen Dudes!

Jede und jeder von ihnen tut so wahnsinnig coole Dinge.

Jede und jeder von ihnen hat mindesten zwei wahnsinnig heiße Projekte am Start.

Ja, wirklich: Ich war beeindruckt.

Bist du nicht auch oft beeindruckt, wenn jemand so viel macht? Viele coole Projekte hat?

Ich war es.

Das war vor fünf Jahren.

Seitdem ist viel passiert.

Und so heiß wie all die Projekte der hippen Dudes waren: So weit ich weiß, ist kein Projekt so richtig etwas geworden.

Alle dümpeln mit all dem coolen Shit vor sich hin.

Denn die Wahrheit ist: Wir können nicht „alles“ tun.

Nicht mal „viel“ können wir richtig tun.

Ich nicht, die hippen Dudes nicht, du nicht, keiner.

Nicht nur die Wahrheit, sondern die ganze Wahrheit ist:

Wir alle können nur sehr – sehr! – wenig tun.

Egal, wie sehr du dich beeilst, egal wie geschickt du mit Produktivitätshacks gegen die Endlichkeit des Tages ankämpfst …

Du hast immer noch Tausende Dinge nicht getan.

Ich habe mir das so überlegt:

Forscher schätzen, dass wir im Schnitt 35000 Entscheidungen pro Tag treffen (davon über 220 in Zsammenhang mit Essen). [1,2]

Selbst wenn du immer nur zwischen zwei Alternativen – statt Teils Hunderten – entscheiden würdest:

Jeden Tag würdest du 35000 Dinge nicht tun … 35000 Dinge nicht schaffen.

Entscheidest du dich dafür, einen Freund zu treffen, kommst du mit etwas anderem… nein, Tausenden anderen Dingen nicht voran.

Frustrierend!

Doch du hast auch hier die Wahl:

  • Du machst es wie die hippen Dudes in der fancy Bar und machst von früh morgens (10 Uhr) bis spät in den Abend wahnsinnig viele coole Dinge und beeindruckst unbedarfte Zuhörer wie mich damals.
  • Du machst es so, dass es (erst mal) nur dich beeindruckt: Du machst sehr wenig. Und dafür richtig.

Variante zwei klingt nicht nach heißem Scheiß.

Aber sie führt zu zwei heißen Dingen.

  1. zu beeindruckenden Ergebnissen
  2. zu echter Zufriedenheit

Klar … Diese Gewissheit, jeden Tag, jeden Monat und jedes Jahr nur begrenzt etwas tun zu können, ist erstmal hart.

Doch diese Gewissheit ist nur hart, wenn du unsicher bist, ob du wirklich das Richtige für dich tust.

Weißt du mit Sicherheit, dass du das tust, was dein Herz jeden Tag höherschlagen lässt, dann braucht es nicht viel.

Es braucht nur das wenige Richtige.

Und dann ist da plötzlich Raum.

Für Neues.

Für Geliebtes.

Für Muse.

Für Ambition.

Für Gefühl.

Für dich.

Finde diese innere (selbst-) Sicherheit systematisch und strukturiert: mit der Unterbewusstseins-Analyse.

Hör nicht auf zu träumen, – dein Hannes

p.s.: Für alle Hoch-Kreativen und Ambitionierten, gibt’s die Garantie: Machst du wenig, aber das Richtige dafür voll und ganz, schaffst du nicht weniger, sondern mehr – nur entspannter 😉

[1] Sahakian, B.; LaBuzetta, J. (2014): Bad moves: how decision making goes wrong, and the ethics of smart drugs. In: Choice Reviews Online 51 (10), 51-5638-51-5638. DOI: 10.5860/choice.51-5638

[2] Wansink, Brian; Sobal, Jeffery (2007): Mindless Eating. In: Environment and Behavior 39 (1), S. 106–123. DOI: 10.1177/0013916506295573