E-F-G Bedroht

Ich schrecke auf.

Was war das?

Da! Schon wieder!

Und dieses schnaufen … so nah!

Ich mache die LED-Lampe an.

Ich mache sie aus.

Ich raschle mit dem Schlafsack.

Ich bin ganz still.

Ich horche.

Irgendwann schlafe ich ein … schlafe grottenschlecht.

Aber ich erinnere mich auch an andere Nächte im Zelt.

Auch mit lauten Tieren. Nah am Zelt.

Aber kein schreckhafter Hannes.

Der Unterschied?

Die anderen Nächte – mit Tieren, aber ohne Schrecken – waren mild.

Diesmal war es aber nachts um die Null Grad Celsius.

Alles war nass, – mein Schlafsack klamm.

Mir war kalt.

Ich fühlte mich, als müsste ich wieder Blut in meine Arme und Beine bekommen, – auftauen.

Aber mich gegen ein Tier verteidigen?

Niemals.

Doch ist es warm, habe ich diese Angst nicht und ich habe mich gefragt, warum das so ist.

Ich bin auf etwas gestoßen:

„Der relative Körperzustand hat einen tiefgreifenden Einfluss auf die erlebte Intensität und Wertigkeit des Reizes.“ [1]

Das muss keine Kälte sein.

Zu wenig gegessen? Zu viel? Nicht das Richtige?

Müde? Gestresst? Aufgebläht?

All das sind körperliche Zustände, die Ängste verändern bzw. verstärken.

Hast du dich schon mal wenig zuversichtlich oder gar eingeschüchtert gefühlt, obwohl kaum etwas vorgefallen ist?

Dann hatte dein Körper nicht, was er auf physiologischer oder emotionaler Ebene brauchte.

Du willst mehr für dich einstehen? Deinen Weg zuversichtlicher gehen? Dir nicht mehr unbewusst Steine in den Weg legen?

Dann finde heraus, was dein einzigartiger Körper braucht, um dich mit Zuversicht Chancen statt Bedrohungen sehen zu lassen.

Woher du weißt, was dein Körper auf physiologischer und emotionaler Ebene braucht?

Durch die Ergebnisse deiner Unterbewusstseins-Analyse.

Hör nicht auf zu träumen, – dein Hannes

[1] Paulus, Martin P.; Stein, Murray B. (2010): Interoception in anxiety and depression. In: Brain structure & function 214 (5-6), S. 451–463. DOI: 10.1007/s00429-010-0258-9.