E-F-G Ausgelaugt

Ich fühle mich ausgelaugt.

Es fühlt sich an, als wäre alle Energie durch ein riesiges Loch aus mir hinausgeflossen.

Ich konnte nichts tun, habe erst bemerkt, dass der Stöpsel gezogen ist, als ich keine Energie mehr hatte, um weiterzumachen.

Das ist mir ewig nicht mehr passiert!

Doch du kannst aus meinem Rückfall lernen:

Ich wollte meinen Sohn zum Schlafen bringen.

Warum?

Er musste schlafen. Dringend.

Er war schon zu lange wach, – sein Rhythmus wäre völlig dahin.

Was für eine dreiste Lüge!

Die Wahrheit ist:

Er sollte schlafen, weil ich es wollte.

ICH hätte gebraucht, dass mein Sohn schläft.

ICH wollte Zeit haben, um Arbeit zu erledigen.

ICH sah meinen Zeitplan dahinschmelzen.

Mein Sohn war aber nicht müde.

Ich habe das nicht gemerkt in meinem Stress und meiner Fixierung.

Das war Stress für meinen Sohn. Und für mich.

Kennst du diese Situationen, wo du eigentlich schon merkst, dass etwas nicht laufen wird – du es aber trotzdem machst, weil du es so sehr willst?

Was für eine Verschwendung von Lebenszeit!

Ich habe dabei doppelt Energie verbraucht.

Erstens für den Akt an sich: angeschrien werden, – in den Schlaf schunkeln.

Zweitens habe ich Energie verschenkt, weil ich nicht den Energieschub des Erfolgs genießen konnte.

Denn die Glücksgefühle hätten meine Produktivität (die ich ja dringend brauchte) um ca. 12 % gesteigert [1].

Und das nur, weil ich für einen Moment meine eigenen Prinzipien vergessen und gegen Widerstände angekämpft habe.

In einem fordernden Alltag kann das – immer und immer wieder – über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Was du daraus lernen kannst?

Arbeite dich nicht an Widerständen ab!

Findest du den Weg, der dir leichtfällt, dann findest du Erfolg und Freude.

Leider ist dieser Weg im Sturm des Alltags schwer zu erkennen.

Doch du kannst ihn leicht finden – mit der Unterbewusstseins-Analyse.

Hör nicht auf zu träumen, – dein Hannes

[1] Oswald, Andrew J.; Proto, Eugenio; Sgroi, Daniel (2015): Happiness and Productivity. In: Journal of Labor Economics 33 (4), S. 789–822. DOI: 10.1086/681096.